DER KONTRABASS
Marcel Reich-Ranicki
"DER KONTRABASS, ein Stück mit Pfiff und Charme und mit leiser, gleichsam lächelnder Melancholie. Dreierlei wird hier deutlich: Süskinds Humor, sein nahezu diebisches Vergnügen an der Sprache und seine keineswegs larmoyante und eher an Cechov erinnernde Schwäche für die Benachteiligten und Zukurzgekommenen."
DER KONTRABASS von Patrik Süskind
Aufführungs- und Senderecht Diogenes Bühnenverlag.
Ein Musiker
...schwärmt in seinem Zimmer von seinem Kontrabass, dem "zentralen Orchester Instrument" . Bald offenbart sich jedoch die wirkliche Situation, gekennzeichnet von der Haßliebe des Musikers zu seinem
"Inschtrument": "Können Sie mir sagen, wieso ein Mann von …….., nämlich ich, mit einem Inschtrument zusammenlebt, das ihn permanent nur behindert?! Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch nur behindert?! Ihm ein Kainsmal aufdrückt? Können Sie mir das erklären? ... Ich erschlag ihn, eines Tages erschlag ich ihn ... "
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Johannes Pump
...stellt den unglücklichen Kontrabassisten mit überzeugender Leichtigkeit dar und verleiht der tragischen Beziehung eine feinsinnig-komische Note:
" Sarah oder Die Liebe des Kontrabassisten Wissen Sie ... ich habe mich verliebt. Oder verschaut,ich weiß es nicht. Und sie weiß es auch noch nicht. Es ist die ... , diese junge Sängerin, Sarah heißt sie- wunderbar. Sie ist ziemlich klein und hat ganz schwarze Augen. Vielleicht ist sie Jüdin.
Mir wäre das wurscht. Auf jeden Fall heißt sie Sarah. Das wäre eine Frau für mich. Wissen Sie, ich könnte mich niemals in eine Cellistin verlieben, auch in eine Bratsche nicht. Ich als Kontrabassist brauche immer eine Frau, die das totale Gegenteil von dem darstellt, was ich bin:
Leichtigkeit, Musikalität, Schönheit, Glück, Ruhm und einen Busen muß sie haben."
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Patrick Süskind, 1981
"Das Stück 'Kontrabaß' schrieb ich im Sommer 1980. Es geht darin - neben einer Fülle anderer Dinge - um das Dasein eines Mannes in seinem kleinen Zimmer.
Ich konnte bei der Abfassung insofern auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, als auch ich den größten Teil meines Lebens in immer kleiner werdenden Zimmern verbringe, die zu verlassen mir immer schwerer fällt. Ich hoffe aber, eines Tages ein Zimmer zu finden, das so klein ist und mich so eng umschließt, daß es sich beim Verlassen von selbst mitnimmt. In einem so gearteten Zimmer will ich dann versuchen, ein Zweipersonenstück zu schreiben, das in mehreren Zimmern spielt."
PRESSE
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